08.09.2020
Gedenk- und Erinnerungsort Kursdorf

Übergabe des "Gedenkortes Kursdorf" zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020

Mit einem kleinen Festakt wiude der "Gedenkort Kursdorf" am Sonntag, 13.. September 2020, um 14:00 seiner Bestimmung übergeben.

Seit Anfang 2018 arbeitete eine Projektgruppe unter dem Dach des Ev. Kirchspiels Schkeuditz an der Umsetzung eines GeDenk-, Erinnerungs- und Informationsortes in Kursdorf. Am Sonntag, dem 13.09.2020 wurde Letzterer um im Rahmen einer Andacht mit Pfarrer Dr. Axel Meißner eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. Hans Neubert, Leiter des Schkeuditzer Stadtmuseums, hielt einen Vortrag zur Orts- und Kirchengeschichte. Eine Band mit irischen Liedern rundete den Nachmittag musikalisch ab.

Durch den Wegriss fast aller Gebäude in Kursdorf hat sich das Gesicht des Ortes im Laufe der letzten Jahre stark verändert. 2017 verließen die letzten Bewohner das kleine Dorf. Nur die kleine romanische Dorfkirche und der darum befindliche Friedhof ist neben wenigen anderen Gebäuden zwischen den beiden Landebahnen des Flughafens Halle/Leipzig erhalten geblieben.

Der damit verbundene Einschnitt im Leben der ehemaligen Bewohner sollte durch ein Gemeindeprojekt aufgefangen werden. Unter der Leitung von Vikar Georg Schmidt bildete sich Anfang 2018 eine Projektgruppe unter dem Dach des Ev. Kirchspiels Schkeuditz. In mehreren Treffen wuchs die Zielstellung, einen GeDenk-, Erinnerungs- und Informationsort in Kursdorf gegenüber der Kirche zu errichten. Bewusst sollten dabei die drei genannte Aspekte eine Rolle spielen, um zur Auseinandersetzung mit wirtschaftlichem Fortschrittsglauben anzuregen, einen Ort zur eigenen Trauerverarbeitung zu bekommen und dazu andere und nachfolgende Generationen über die Geschichte des Ortes aufzuklären. Hinsichtlich der Gestaltung wurde an eine Skulptur gedacht, die von Bänken und zwei Informationstafeln umsäumt, gegenüber der Kirche errichtet wurde. Inhaltliche Begleitung kam bei der Erarbeitung der Informationstafeln von Hans Neubert, dem Leiter des Schkeuditzer Stadtmuseums. Finanziell wurde die Umsetzung durch eine LEADER-Maßnahme und viele Einzelspenden ermöglicht. Praktische Hilfe leisteten die Stadtwerke Schkeuditz durch eine Veränderung der Beleuchtung vor Ort.

 

 

 


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