Kreuzkirche

Geschichte der Kreuzkirche in Schkeuditz-Papitz



Adressdaten


  • 04435 Schkeuditz
    Äußere Leipziger Str.

Profil


Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt.

Beschreibung


Um die Jahrhundertwende wuchs die Bevölkerung von Papitz infolge der Industrialisierung aber auch des kontinuierlichen Ausbaus der „Provinzialen Irrenanstalt Altscherbitz“ so stark, dass bald der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus aufkam. Als Standort wählte man die Mitte des „Alten Dorfes“. Das Grundstück war ursprünglich eine Stiftung des Gutsherren von Modelwitz. Die Überlassung an die Evangelische Kirchengemeinde Cursdorf erfolgte am 8. November 1905. Die Initiative zum Bau der Kirche ging von Graf von Hohen­thal auf Dölkau aus. Die Finanzierung des Baus wurde hauptsächlich vom Evangelisch-Kirchlichen Hilfsverein in Preußen übernommen. Diesem standen aus Anlass des Silbernen Ehejugiläums von Kaiser Wilhelm II. und seiner Frau Auguste Viktoria Mittel zur Verfügung. Eine Gedenktafel über der Eingangstür unserer Kirche und eine Tafel im Papitzer Pfarrhaus erinnern daran. Diese Kirche wurde nach ein­jähriger Bauzeit – Grundsteinlegung war am 3. September 1905 – am 13. November 1906 ihrer Bestimmung übergeben. In seiner Eigen­schaft als König von Preußen erteilte seine Majestät (mit Datum vom 26. Januar 1911) die Genehmigung, dass die Kirche den Namen „Gedächtniskirche“ tragen dürfe. Die Orgel dieser Kirche wurde von dem in diesen Breiten sehr rege tätigen Orgelbaumeister Wilhelm Rühlmann aus Zörbig errichtet. Leider wurde ein Teil der Pfeifen auf Anordnung des Reichsmilitärfiskus im ersten Weltkrieg beschlag­nahmt, so dass die Orgel erst im Jahre 1928 wieder gespielt werden konnte. Die Kirchturmuhr wurde vom Ratsuhrmacher und Uhrma­cher der Königlichen Sternwarte zu Leipzig Bernhard Zachariä ange­fertigt. Vielleicht haben Sie bemerkt das seit zwei Wochen unsere Kirchturmuhr wieder zuverlässig zeigt, was die Stunde geschlagen hat. Dies verdanken wir der großzügigen Unterstützung der Stadt Schkeuditz. Auch nach dem Bau der Kirche gehörten die Papitzer Gemeindeglieder zur Kirchengemeinde Kursdorf – allerdings wurde eine Pfarrstelle für die Kirche eingerichtet. Der Bau eines Pfarrhau­ses in der Äußeren Leipziger Straße wurde erst 1913/14 vollendet. Der erste Inhaber der Pfarrstelle war Pfarrer Meyer, der bis 1929 in Papitz seinen Dienst versah. Ihm folgte nach längerer Vakanz 1932 der vielen noch lebendig vor Augen stehende Missionar Larisch (Herrnhuter Mission). Er blieb 33 Jahre in Papitz. Ihm folgten die Pastorin Rosenthal, Pfarrer Buczilowski, der bis 1970 tätig war. Von 1971 bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahre 1987 wirkte Pfarrrer Dunkel segensreich in der Gemeinde. Ihm folgten Pfarrer Schmuck, Pfarrerin Petermann-Kästner und Pfarrer Johnsen im Amte nach.